Aus. Vorbei. Das 31. Ansbacher Altstadtfest ist Geschichte und auch das Kleinkunstzelt samt Bierbänke, Ausschank, Bühne, Licht und Ton ist wieder eingepackt und verstaut. Tolles Feedback, super Shows, neue Erfahrungen all das bleibt den Organisatoren und Helfern der beiden Vereine Bass e.V. und Kulturschock e.V.
Auch Erkenntnisse was man bei einer potentiellen zweiten Auflage besser machen könnte. So waren die Mittagslesungen sehr schwach besucht. Kultur um 13 Uhr? Das scheint den Ansbachern zu ungewöhnlich zu sein. In Fürth laufen das ganze Jahr Mittagslesungen und sind dementsprechend besser angenommen. Hier kann man nachbessern und evtl auf „Spätnachmittagslesung“ ausweichen, evtl zum Fünf-Uhr-Tee.
Auch unter Live-Rollenspiel für Kinder konnte sich wohl niemand etwas vorstellen. Nachdem die Veranstaltung extra nicht mit dem Fachbegriff „LARP“ beworben wurde, zog auch die andere Bezeichnung nicht wirklich. Man hätte das wohl eher „Schwertkampfarena“ für Kinder nennen müssen, oder „Schwerttunier“. Aber als dann mal die Action los ging, war der Platz auch irgendwann voll. Die beiden anderen Kinderprogramme dagegen wurden sehr gut angenommen.
Die Abendveranstaltungen waren wie erwartet alle gut besucht. Volle Möhre! und Poetry Slam konnten sowohl Stammpublikum als auch neugierige „Ersttäter“ ins Zelt locken. Bei „Sellarie“ musste man die Leute etwas zwingen, aber wenn sie dann mal die Schwelle ins Zelt überschritten haben, blieben sie und waren begeistert. Das war dann auch der Grund (und natürlich das bessere Wetter), dass am Samstag und Sonntag die Bühne nach draußen verlegt wurde. Damit niemand mehr die Hemmschwelle nach drinnen überwinden musste.
Die Entscheidung war weise. Da hat es sich sogar gelohnt die Bühne zu vergrößern und einen schwarzen Hintergrund – zum Baugerüst verstecken – aufzubauen. Denn während das Zelt mit 120 Personen am Ende ist fasst der Platz 500 Menschen. Die 190 Sitzplätze waren dann auch nahezu vollständig belegt und im Schnitt standen wohl noch 50 Leute am hinteren Ende des Platzes als Ansbach den Altstadtfeststar suchte. Und auch der Liedermacher Slam am bekanntermaßern eher schwachen Sonntag war mit rund 150 Besuchern wohl die bessere Alternative zum Zelt.
Wir hatten genau das Publikm, das wir wollten. Schön war es als Andrea Guante mit leisen Liedern und deutschen Texten beim Leidermacher Slam spielte und knapp 300 Ohren gebannt lauschten. Während bei anderen Bühnen die Musik der Hintergrundpegel ist, um sich zu unterhalten, zu flirten und ordentlich Bier zu tanken, war bei uns die Bühnenshow das Wichtigste. Und wurde auch begeistert angenommen.
Jetzt warten wir auf die Rechnungen und gucken ob wir uns 2009 eine Zweitauflage leisten können. Wünschenswert wäre es. Alleine der Lángos wegen, die es nur bei uns gab! Evtl fügen wir in den nächsten Tagen noch Bilder hinzu. Die Ergebnisse der Veranstaltungen mit Wettbewerbscharakter sind in den einzelnen Unterseiten (Menüleiste rechts oben) aufgeführt.